Balaklawa

Die Genueser errichteten an der Bucht von Balaklawa ihren westlichsten Stützpunkt, die Festung Tschembalo, auf der Krim, dessen Reste noch zu besichtigen sind. Die tief eingeschnittene Bucht ist ein idealer Naturhafen. Unter osmanischer Herrschaft befand sich in Balaklawa eine Werft.

  Reste der Genueser-Festung in Balaklawa

Während der Belagerung von Sewastopol im Krimkrieg 1854-55 war Balaklawa englische Nachschubbasis. In der englischen Geschichtsschreibung ist der Name von Balaklawa untrennbar mit dem "Todesritt der Leichten Brigade" am 25. Oktober 1854 verbunden. Aufgrund eines mißverstandenen mündlichen Befehls griff der Kommandeur der Leichten Brigade eine russische Artilleriestellung, die am Rande der nördlich des Ortes gelegenen Ebene lag, frontal an und erlitt hohe Verluste.

Nach dem II. Weltkrieg wurde Balaklawa U-Boot Stützpunkt und die ganze Bucht hermetisch abgeschlossenes Sperrgebiet. Erst seit 1996/7 ist das Gebiet frei zugänglich. Da Balaklawa von Sewastopol aus gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, hat sich die Umgebung zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt. Seit dem Jahr 2000 bietet die nach PAD zertifizierte Tauchschule Aquamarin in Balaklawa Unterricht und geführte Tauchgänge an.