Hochgelegene Karpatendörfer

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Die hochgelegenen Dörfer der Karpaten sind hutsulische und bojkische Siedlungen tief in den Bergen, entlang der Täler auf 550-1400 m verstreut. Sie sind zugleich Tore zu den Gipfeln (Dsembronja und Werchowyna zur Tschornohora; Bystryzja und Osmoloda zu den Gorgany; Jassinja und Kwassy zu Swydowez) und Zentren lebendiger Kultur: Hirtenhütten, Holzkirchen, Brynza-Käse. Unten Karte, Übersichtstabelle mit Höhe, Einwohnerzahl und Ersterwähnung sowie Touren, die in diesen Dörfern starten.

Hochgelegene Karpatendörfer: Höhe, Einwohner, Alter

DorfHöhe, mEinwohnerBezirkErste ErwähnungMassiv
Dragobrat~1400saisonalRachiwSwydowez
Dsembronja~950245Werchowyna1928Tschornohora
Bystryzja7771068NadwirnaGorgany
Mykulytschyn7505221Nadwirna1412Tschornohora
Laseschtschyna7064174Rachiw1785Swydowez
Jassinja6508565Rachiw1555Swydowez
Kolotschawa6315029Chust1463Gorgany
Werchowyna6205812Werchowyna1424Tschornohora
Osmoloda~60059Kalusch1873Gorgany
Uschok567722Uschhorod1582Beskiden
Kwassy5601794Rachiw1648Swydowez

Mehr zu den Höhenrekorden - im Wikipedia-Artikel „Höchstgelegene Orte der Ukraine“.

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Häufige Fragen5

Welches ist das höchste Dorf der Karpaten?
Eine eindeutige Antwort gibt es nicht - es hängt davon ab, wie man zählt. Nach absoluter Höhe ist die höchste dauerhafte Siedlung Werchniy Jalowez in der Bukowyna (Oberkante ~1410 m). Nach Durchschnittshöhe führt das fast verlassene Wyptschyna (~1240 m: einige Häuser und eine Kirche). Der höchste DAUERHAFT bewohnte Ort mit echten Einwohnern ist Sarata (~1185 m, etwa ein Dutzend Menschen). Dsembronja, oft als höchstes Dorf bezeichnet, erstreckt sich von ~800 bis ~1100 m: seine oberen Weiler zählen zu den höchsten, doch der Titel „höchstes Dorf“ ist eher touristisch als offiziell. Und die höchste Siedlung überhaupt ist das Skigebiet Dragobrat (~1300-1400 m), wenn auch saisonal.
Welches Dorf ist die beste Basis zum Wandern?

Je nach Massiv: Bystryzja und Osmoloda für die Gorgany; Jassinja, Kwassy und Laseschtschyna für Swydowez, Drahobrat und Tschornohora; Werchowyna für Tschornohora und die Hrynjawa-Berge.

Wie erreicht man diese Dörfer?

Bahn fährt nach Jassinja, Kwassy und Laseschtschyna (Linie Rachiw-Iwano-Frankiwsk) und nach Uschok. Die übrigen erreicht man per Bus oder Transfer von Rachiw, Nadwirna oder Mischhirja; tiefer hinein per Geländewagen.

Was ist an diesen Dörfern außer den Bergen interessant?

Ihre lebendige hutsulische und bojkische Kultur: Holzkirchen, Hütten mit frischem Brynza-Käse, Museen (in Kolotschawa das Freilichtmuseum „Altes Dorf“), Handwerk und Feste.

Gibt es Behausungen höher als die Dörfer?
Ja. Das höchste Gebäude der Ukrainischen Karpaten ist das wiederaufgebaute Observatorium „Weißer Elefant“ auf dem Pip Iwan Tschornohirskyj (2002 m). Auch Sakralbauten stehen über den Dörfern: eine Kapelle auf der Polonyna Radul (~1540 m), Kirchen und Klöster auf den Almen. Und jeden Sommer erwachen die Hirtenhütten der Polonynen - saisonale „Siedlungen“ bis ~1500 m, wo Vieh weidet und Brynza-Käse gemacht wird. Dauerhafte Dörfer über ~1200 m gibt es also kaum, doch temporäre und spezielle Hochgebirgsbehausungen gibt es reichlich.

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