Dnjestr-Rafting auf Katamaranen (6 Tage)
Sechs Tage auf Katamaranen: Treffen in Ternopil, Transfer nach Nyschniw, Fahrt mit Zeltlagern und Landgaengen zum Palast in Koropez, zum Turm von Rakowez, zum Roten Berg, zur Chmelewa-Wand und zum Dschuryn-Wasserfall. Das ist eine ruhige Flusswanderung, kein Wildwasser-Rafting: Schlucht, Ufer und Nächte am Wasser stehen im Mittelpunkt.
Der Dnjestr ist einer der größten Flüsse der Ukraine. Lange war er ein Grenzfluss der polnischen Krone: das galizische linke Ufer blickte auf die moldauischen Lande rechts. Deshalb stehen an den Ufern so dicht Burgen, Höhlenkirchen, Paläste und Kirchen - dichter als an den meisten Flüssen Europas.
Der theatralischste Abschnitt ist die Dnjestr-Schlucht zwischen Nyschniw und Salischtschyky, seit 2008 auf der Liste der sieben Naturwunder der Ukraine. Wände aus devonischem Sandstein und Schiefer steigen stellenweise 150-200 m auf; bei Nyschniw beginnt die Schlucht erst, in Salischtschyky umschließt der Fluss die Stadt fast ringförmig.
Tag für TagReiseverlauf
1 Tag 1. Ternopil, Butschatsch, Nyschniw, Koropez
Treffen der Gruppe in Ternopil am Bahnhof. Transfer zum Fluss: unterwegs halten wir in Butschatsch bei den Ruinen der Potocki-Burg aus dem 14.-17. Jahrhundert auf einem Felsvorsprung über der Strypa. Weiter geht es ins Dorf Nyschniw, wo die Dnjestr-Schlucht erst an Tiefe gewinnt: steile Wände aus violettlichem Schiefer sind hier schon sichtbar.
Am Ufer bauen wir die Katamarane auf, laden das Gepäck und gehen die Sicherheitsunterweisung durch. Dann legen wir ab. Der erste Halt flussabwärts ist Koropez, wo ein Fluss gleichen Namens in den Dnjestr mündet. Hier steht der Palast von Stanislaw Badeni (Umbau 1893-1906, Wiener Renaissance) in einem Park mit Exoten, darunter alte Ginkgobäume. Das Gebäude selbst ist seit Langem baufällig: 2013 stürzte die Kuppel ein, deshalb betrachten wir es von außen, nicht als Museum.
Übernachtung in Zelten am Ufer. Zelte, Schlafsäcke und Isomatten stellt die Tour.
2 Tag 2. Höhlenkirche, Diwochi Sljosy, Burg Rakowez
Wir setzen die Fahrt an beiden Ufern der Schlucht fort. Vom Wasser aus gehen wir zu einer mittelalterlichen Höhlenkirche in der Felswand über dem Dnjestr (eine Einsiedelei bei Rakowez; die Datierung schwankt zwischen der Fürstenzeit und dem 13.-14. Jahrhundert). Die Zellen sind in den Kalkstein gehauen und vom Fluss aus leicht zu übersehen.
Weiter folgt der Wasserfall Diwochi Sljosy (Mädchentränen) zwischen Isakiw und Petriw: Wasser sickert über einen Travertinblock über dem Dnjestr und erinnert wirklich an Tränen. Im Mai 2019 stürzte der große überhängende Block in den Fluss; der Ort ist geblieben, sieht aber anders aus als auf alten Fotos. Daneben in der Felswand sind Spuren einer Einsiedlerhöhle.
Über dem Fluss steht der Wachturm der Burg Rakowez aus dem 17. Jahrhundert (Nationaldenkmal). Von der unregelmäßigen Viereckburg mit mehreren Türmen sind der Ostturm und Mauerreste erhalten; einst gab es hier eine Dnjestr-Furt. Wieder Übernachtung in Zelten.
3 Tag 3. Mündung der Strypa, Tschervona Hora, Beremjany-Schlucht
Wir paddeln zur Mündung der Strypa. Von dort steigen wir auf die Tschervona Hora (Roten Berg) bei Beremjany: devonische Sandsteine mit Eisenoxiden sind wirklich rot, die Felsen stehen in Terrassen, und von oben sieht man die Beremjany-Schlucht und eine Dnjestr-Schleife. Der Hang steigt etwa 150 m über den Fluss.
Das Mikroklima gehört zu den wärmsten in der Region Ternopil: die Südlage wärmt den Fels schnell, und Schnee auf dem Gipfel bleibt selbst in einem harten Winter selten länger als ein oder zwei Tage. Die Einheimischen nennen das die Dnjestr-Subtropen. Am Hang liegt das botanische Denkmal der Beremjany-Felssteppe: Federgras, Schwertlilien, Felssteppe.
Zwischen Beremjany und Sokilez ragen zwei bewaldete Hügel über dem Wasser auf - Welyka und Mala Howdy; in den 1930er Jahren gab es hier eine Unterkunft für Wassertouristen. Übernachtung am Ufer.
4 Tag 4. Chmelewa-Wand und Schutromynzi
Wir fahren am linken Ufer weiter. Zwei benachbarte Schlucht-Denkmäler: die Chmelewa-Wand (Teilfläche des NPP Dnjestr-Schlucht) und das Ufer bei Schutromynzi. Der Hang über Chmelewa ist ein steiles linkes Ufer mit devonischen Aufschlüssen, Wiesensteppe und Adonis. Im Graben des Chmelewa-Bachs stürzt eine Kaskade von Wasserfällen 6-8 m tief.
Bei Schutromynzi am linken Ufer liegen die Dorohytschiwski-Felsen, ein geologisches Denkmal. Zwischen Schutromynzi und Lytjatschi, an der Gemarkungsgrenze, liegt der Wasserfall Petschery; wenn Zeit und Wasserstand es erlauben, gehen wir an Land. Das ist einer der am engsten eingeschnürten Schluchtabschnitte am linken Ufer: der Fluss läuft unter einer Wand, nicht durch ein weites Tal.
Lager am Ufer. Morgen ist Ruhetag, die Sachen müssen nicht für einen vollen Umzug gepackt werden.
5 Tag 5. Ruhetag: Dschuryn-Wasserfall und Tscherwonohorod
Ruhetag: die Katamarane bleiben im Lager, zu Fuß gehen wir ins Waldgebiet Tscherwone zwischen Nyrkiw und Ustetschko. Der Dschuryn-Wasserfall (Tscherwonohorod) am Fluss Dschuryn ist der höchste Flachland-Wasserfall der Ukraine: drei Kaskaden, etwa 16 m hoch und bis 20 m breit. Er ist vermutlich künstlich (das alte Bett wurde für eine Mühle durchschnitten); die beliebte Legende, osmanische Truppen hätten 1672 den Fluss umgeleitet, um die Burg auf einer Insel einzuschließen, wird von den Quellen nicht gestützt. Bis in die 1950er Jahre stand eine Mühle an der Kaskade, danach lief kurz ein kleines Kraftwerk.
Zehn Gehminuten entfernt liegen die Ruinen der Burg Tscherwonohorod aus dem 17. Jahrhundert und die Spuren der verschwundenen Stadt. Daneben stehen die Mauern einer Kirche aus dem 18. Jahrhundert. Das trockene alte Bett des Dschuryn liest sich noch als Schleife um den Burghügel.
Baden in der unteren Kaskade ist bei entsprechendem Wetter möglich; die Steine sind glatt. Abends kehren wir zu den Zelten am Dnjestr zurück.
6 Tag 6. Salischtschyky, Stanislauskirche, Rückfahrt nach Ternopil
Letzter Tag auf dem Wasser. Fahrt nach Salischtschyky: die Stadt liegt am linken Ufer in einer Mäanderschüssel, die der Dnjestr fast ringförmig umschließt, die Hänge rundum steigen bis 300 m. Einst war hier ein klimatischer Kurort und ein Weinbauzentrum im Polen der Zwischenkriegszeit.
In der Stadt gibt es einen Park (das ehemalige Gut der Brunicki, darunter ein großes Ginkgo) und die Stanislauskirche aus dem 19. Jahrhundert. Nach dem Abbau der Katamarane bringt ein Transfer uns nach Ternopil. Wenn Zeit bleibt, können wir unterwegs die Burgen in Tschortkiw, Terebowlja oder Mykulyntsi anfahren; das ist ein Reserveplan für ein freies Fenster, kein fester Halt.
Preise
Preis auf Anfrage Frage stellen
Inklusive
- 🍽Dreimal täglich Verpflegung (am ersten und letzten Tag zweimal)
- •Ausflugsprogramm entlang der Route
- 🚐Transfer Bahnhof - Fluss - Bahnhof
- 🎒Katamaranverleih
- 🎒Campingausrüstung (Zelte, Schlafsäcke, Isomatten)
- 🧭Begleitguide
- 🛡Versicherung
Nicht inklusive
- ✕Anreise nach Ternopil