Museum des Waldes und der Flößerei („Gati“)
Noch bis vor Kurzem gelangte das Karpatenholz nicht per Lastwagen „ins große Wasser“, sondern per Flößerei: gefällte Stämme trieb man die Gebirgsflüsse hinab, bis in die ungarische Tiefebene. Das Museum des Waldes und der Flößerei unweit des Sinevir, an der Chorna Rika (Schwarzer Fluss), ist genau diesem vergessenen Handwerk gewidmet und gilt als einziges Museum dieser Thematik in Europa.
Herzstück der Ausstellung war die Klause, ein besonderer Damm mit Schleusen, den man hier schon Mitte des 19. Jahrhunderts errichtete. Sie staute das Wasser, und wenn die Schleusen geöffnet wurden, trug die Strömung die Bokora-Flöße mit den Flößern (Bokoraschen) darauf hinab. Der Damm war bis 1960 in Betrieb, das Museum um ihn herum wurde 1976 eröffnet, und die verheerende Flut von 1998 zerstörte das Bauwerk selbst. Deshalb hat man den Großteil der Exponate heute ins Besucherzentrum des Nationalparks „Sinevir“ im Dorf Sinevir gebracht.
Trotz seines bewegten Schicksals bleibt der Ort eine seltene Gelegenheit, das Werkzeug der Holzfäller und Flößer zu sehen und zu verstehen, wie diese Berge lebten und ihr Geld verdienten, bevor die Straßen hierher kamen.