Rehabilitationszentrum für Braunbären „Sinevir“

Sehenswürdigkeit 📍 Karpaten

Das ist wohl die anrührendste Station im gesamten Nationalpark „Sinevir“: ein Waldrefugium von über 12 Hektar, in dem Braunbären ihren Lebensabend verbringen, die es einst mit den Menschen sehr schlecht getroffen haben. Das Zentrum wurde 2011 gemeinsam mit der internationalen Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ eröffnet, und fast jeder seiner Bewohner hat eine enge Käfighaltung bei einem Restaurant, einen Zirkus, eine Foto-Ecke am Straßenrand oder ein privates Anwesen hinter sich.

Heute leben hier etwa drei Dutzend Bären, und in die freie Wildbahn lassen sie sich nicht mehr zurückführen: zu lange waren sie vom Menschen abhängig. Dafür gibt es im Zentrum das, worum man sie gebracht hatte, Wald, Raum, ein Badebecken und Höhlen, in denen sie ordentlich in den Winterschlaf sinken können. Jeder hat seinen eigenen Namen und seine eigene Geschichte, und die Mitarbeiter erzählen sie gern, auch wenn das Zuhören manchmal schwerfällt.

Für Besucher sind Aussichtsplattformen über den Gehegen angelegt. Die Bären leben nach ihrem eigenen Rhythmus, deshalb sieht man sie am ehesten im Frühling und Sommer aktiv, während sie näher zum Winter zu Recht der Meinung sind, dass Schlafen interessanter ist als Touristen.

FAQHäufige Fragen

Was ist das für ein Zentrum und wie ist es entstanden?
Es ist eine Rehabilitationsstätte innerhalb des Nationalparks „Sinevir“, 2011 gemeinsam mit „Vier Pfoten“ gegründet als Antwort auf die traurige ukrainische Tradition, Bären zur Belustigung und für Fotos in Käfigen zu halten. Hierher werden Tiere gebracht, die aus der Gefangenschaft konfisziert oder gerettet wurden.
Wie viele Bären sind dort und woher kommen sie?
Über zwanzig, nach verschiedenen Angaben bis zu drei Dutzend, die Zahl ändert sich nach und nach. Fast alle kamen aus Restaurants, Zirkussen, Hetzstationen für Jagdhunde und privaten Höfen hierher. Zu den Bewohnern zählen zum Beispiel Benja, den man zwang, auf glühenden Blechen zu tanzen, und Rosa, die fünf Jahre neben einer Tankstelle saß.
Kann man sie sehen und wann kommt man am besten?
Ja, dafür gibt es Aussichtsplattformen. Am aktivsten sind die Bären im Frühling und Sommer. Im Herbst und Winter fallen die meisten in den Winterschlaf, sodass die Chancen geringer sind, sie zu sehen.
Darf man sie füttern oder streicheln?
Nein, und das ist grundsätzlich so. Ziel des Zentrums ist es, dass die Bären sich vom Menschen entwöhnen, nicht umgekehrt. Fütterung aus der Hand widerspricht hier dem eigentlichen Sinn des Ortes.
Wo ist das und wie lässt es sich mit dem See verbinden?
Das Zentrum liegt im Nationalpark „Sinevir“, ein paar Kilometer vom See selbst entfernt, daher bietet es sich an, es auf derselben Fahrt wie den Sinevir zu besichtigen.

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