Rehabilitationszentrum für Braunbären „Sinevir“
Das ist wohl die anrührendste Station im gesamten Nationalpark „Sinevir“: ein Waldrefugium von über 12 Hektar, in dem Braunbären ihren Lebensabend verbringen, die es einst mit den Menschen sehr schlecht getroffen haben. Das Zentrum wurde 2011 gemeinsam mit der internationalen Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ eröffnet, und fast jeder seiner Bewohner hat eine enge Käfighaltung bei einem Restaurant, einen Zirkus, eine Foto-Ecke am Straßenrand oder ein privates Anwesen hinter sich.
Heute leben hier etwa drei Dutzend Bären, und in die freie Wildbahn lassen sie sich nicht mehr zurückführen: zu lange waren sie vom Menschen abhängig. Dafür gibt es im Zentrum das, worum man sie gebracht hatte, Wald, Raum, ein Badebecken und Höhlen, in denen sie ordentlich in den Winterschlaf sinken können. Jeder hat seinen eigenen Namen und seine eigene Geschichte, und die Mitarbeiter erzählen sie gern, auch wenn das Zuhören manchmal schwerfällt.
Für Besucher sind Aussichtsplattformen über den Gehegen angelegt. Die Bären leben nach ihrem eigenen Rhythmus, deshalb sieht man sie am ehesten im Frühling und Sommer aktiv, während sie näher zum Winter zu Recht der Meinung sind, dass Schlafen interessanter ist als Touristen.