Solisko: die letzte Bahn war schon weg
Die slowakische Bergrettung (HZS) meldet zwei Nachmittagseinsätze am 17. Oktober 2026: in der Hohen Tatra und im Slowakischen Paradies.
Die Leitstelle der Bergretter nahm eine Bitte um Hilfe für zwei Tschechinnen im Alter von 80 und 68 Jahren entgegen, die die letzte Seilbahnfahrt vom Solisko verpasst hatten und erschöpft waren. Ein Berufsretter und zwei Freiwillige aus Starý Smokovec rückten aus. Nach telefonischer Absprache gingen die Frauen den Rettern entgegen; sie trafen sich auf der Medvedia kopa und wurden mit dem Geländewagen nach Štrbské Pleso gebracht. Sie waren unverletzt und gingen selbständig weiter.
Am selben Tag bat die Notarztleitstelle in Košice die Bergretter um Hilfe bei der Wiederbelebung eines 71-jährigen Slowaken, der auf dem Rückweg von einer Tour bei Letanovský Mlyn bewusstlos zusammengebrochen war und nicht mehr atmete. Vorbeikommende Wanderer hatten bereits mit der Basisreanimation begonnen. Vier Retter der Station Slowakisches Paradies trafen in Letanovce die Notarztbesatzung und nahmen sie im Geländewagen mit. Vor Ort setzten beide Dienste die erweiterte Reanimation fort. Die Lebensfunktionen konnten nicht wiederhergestellt werden; der Körper wurde zur Regionalstation gebracht, wo ein Untersuchungsarzt eintraf. Die HZS sprach den Angehörigen ihr Beileid aus.
Quellen: HZS — Uviaznuté staršie ženy na SoliskuHZS — Asistencia pri KPR pri Letanovskom Mlyne
Kontext
Die Seilbahn vom Solisko ist der übliche schnelle Weg hinunter nach Štrbské Pleso: ist die Kabine weg, wird der markierte Weg zum Abendabstieg. Letanovský Mlyn liegt umgekehrt am Rand des Slowakischen Paradieses, fast beim Dorf — und der Rettungswagen brauchte trotzdem ein Bergfahrzeug aus Letanovce. Ein Oktobernachmittag, zwei verschiedene Abstände zur Straße.