St. Sofia-Kathedrale
St. Sofia ist ein historischer Teil des antiken Kiewer Russe, der seit seiner Erbauung im Jahr 1037 unversehrt erhalten geblieben ist.
Der Erbauer war einer der fähigsten Fürsten von Kiew-Ruse – Jaroslaw der Weise. Im 10. Jahrhundert war der Tempel ein kulturelles Zentrum des gesamten Kiewer Staates Russe.
In der Einrichtung wurden viele wissenschaftliche Gesellschaften und Schulen gegründet. Ihre Mitglieder verfassten, übersetzten und kommentierten wissenschaftliche und religiöse Bücher.
Jaroslaw der Weise richtete in der Kathedrale eine riesige Bibliothek ein. Irgendwann im Laufe des Mittelalters verschwand es – ein Ereignis, das für Historiker immer noch ein Rätsel ist.
Im 17. und 18. Jahrhundert wurden rund um die Kathedrale weitere Steingebäude errichtet, die die Anlage in ein Kloster verwandelten.
Das Innere der Kathedrale ist seit dem 11. Jahrhundert unverändert geblieben! Der beeindruckendste Teil des Innenraums sind etwa 3.000 Quadratmeter antike Fresken aus Russe. Der leuchtende Mosaikhintergrund enthält mindestens 177 Farben. In der Mitte ist die Figur der Maria Oranta mit erhobenen Armen zu sehen.
Eine mittelalterliche Legende besagt, dass Kiew genauso lange bestehen wird wie St. Sofia.