Alpinisten am Mont Blanc: kein kostenloser Rettungshubschrauber
Was geschah. Am 11. August 2026 schloss der Bürgermeister von Saint-Gervais-les-Bains, Jean-Marc Peillex, die Hütten Goûter und Tête Rousse an der klassischen französischen Mont-Blanc-Route wegen Steinschlaggefahr im Grand Couloir. Extreme Sommerhitze und Dürre hatten diesen normalerweise schneebedeckten Abschnitt gefährlich instabil gemacht.
32 Bergsteiger am Goûter. Die Gruppe befand sich bereits in der Goûter-Hütte (3835 m), als das Verbot in Kraft trat. Am Morgen des 12. August verzichteten sie auf den Gipfelversuch und baten um eine kostenlose Hubschrauber-Evakuierung durch die Hochgebirgsgendarmerie (PGHM) oder Sécurité civile.
Der Bürgermeister lehnte ab. Peillex wies den Antrag zurück: Es bestand seiner Ansicht nach keine medizinische Gefahr, der Grand Couloir hatte sich beruhigt, und ein Abstieg zu Fuß war möglich. Nach Rücksprache mit dem PGHM-Kommandanten erlaubte er nur kommerzielle Flüge von Chamonix Mont-Blanc Hélicoptères auf Kosten der Bergsteiger. Ein Teil der Gruppe bezahlte den Hubschrauber, andere stiegen ohne Zwischenfälle zu Fuß ab.
Goûter-Route
Warum das für Reisende wichtig ist. Zusammen mit dem Verbot von Camping und Biwak schließt dies praktisch den meistgenutzten Zugang zum Mont Blanc, bis sich die Bedingungen bessern. Peillex drängt zudem auf eine Reform des französischen Bergrettungsrechts, damit der Staat nur echte Notfälle finanziert.