Fleece-Handschuhe
Die Hände strahlen (wie auch der Kopf) unglaublich viel Wärme in den Raum ab. Wenn es kalt wird, frieren als erstes die Hände. Ich empfehle meinen Touristen, auch bei Sommerwanderungen auf der Krim Handschuhe oder Fäustlinge mitzunehmen. Leider ignorieren sie oft meinen Rat und nehmen nichts oder bewaffnen sich mit Leder- oder Baumwollhandschuhen, die für das Campingleben völlig ungeeignet sind.
Und das, obwohl seit langem ein einfaches und kostengünstiges Mittel gegen kalte Hände bekannt ist – Fleecehandschuhe.
Sie sind leicht, wärmen, sind atmungsaktiv, trocknen schnell und kosten dabei vernachlässigbar wenig. Selbst im Reisefachhandel kosten Fleecehandschuhe namhafter Hersteller selten mehr als 20 US-Dollar. Und zahlreiche chinesische Fälschungen sind um ein Vielfaches günstiger, bei durchaus erträglicher Qualität.
Übrigens, was Fälschungen angeht: Sie haben eine Funktion, die für bekannte Marken praktisch unzugänglich ist. Sie sind wahnsinnig lustig. Denken Sie an die große Aufschrift „GORE-TEX XCR“ auf einem normalen Fleece-Handschuh für 4 US-Dollar. Das ist nur ein Witz. Es ist nicht klar, was man von der Erwähnung der Thinsulate-Isolierung auf solchen Produkten hält. Es kostet viel weniger als Gore-Tex, sodass Hersteller es sich bei Bedarf leisten könnten. Aber es ist schwer, daran zu glauben (an die Ehrlichkeit des Herstellers). Darüber hinaus ist die Notwendigkeit einer zusätzlichen Isolierung fraglich.
Ich plädiere für eine Aufgabenteilung: Fleece-Handschuhe für den Alltag, isolierte Fäustlinge für extreme Kälte und Oberteile zum Schutz vor Nässe und Schnee. Ein Satz der drei oben genannten Kleidungsstücke ist der vielseitigste und zuverlässigste (den ich kenne) Handschutz.
Natürlich gibt es Kompromissmöglichkeiten – Handschuhe aus Windblock oder anderem Softshell sind für den Sommer durchaus geeignet.
Sie blasen nicht durch, werden weniger nass als Vlies, kosten aber auch deutlich mehr. Darüber hinaus bedürfen sie einer besonderen Pflege (Waschen mit Spezialpulvern etc.)
Auf Winterwanderungen werden häufig Skihandschuhe getragen. Meiner Meinung nach nicht die beste Wahl. Natürlich ist es schwieriger, Skihandschuhe nass zu machen als Fleecehandschuhe, aber das Trocknen wird nicht einfach sein. Und sie wärmen nicht genug.
Nasse Fleece-Fäustlinge trocknen Sie am einfachsten mit der Wärme Ihrer Hände. Ziehen Sie sie zum Beispiel nachts an, wenn Sie in einen Schlafsack steigen. Dies gilt, wenn Ihre Hände noch warm sind. Handschuhe einfach in einen Schlafsack oder gar auf den eigenen Bauch zu legen, wird nicht den gewünschten Effekt erzielen.
Wie Sie wissen, ist beim Trocknen am Feuer Vorsicht geboten – Vlies schmilzt sehr leicht.
Bei einer Winterwanderung trägt man die meiste Zeit des Tages Handschuhe und zieht sie nur für ein paar Sekunden aus. Damit die Handschuhe in diesen wenigen Sekunden nicht verloren gehen, müssen Sie sie sichern. Nähen Sie dazu einfach eine elastische Schlaufe an jeden Handschuh. Besonders gut eignet sich hierfür ein Gummiband. Die daraus gefertigte Schlaufe lässt sich einfach am Handgelenk anlegen bzw. aufrollen und hält gleichzeitig sicher. Es ist besser, die Schlaufe nicht am Rand des Fleecehandschuhs zu nähen, sondern etwas innen, näher am Handgelenk. Dann ist das Gummiband des Handschuhs vollständig darunter verborgen und haftet an nichts.