Reisemesser
Die Leidenschaft für Messer hat oft den Beigeschmack von Fetischismus. Touristen kaufen gruselige Folterinstrumente mit Stacheln und Reißzähnen, befestigen sie an ihren Gürteln und versuchen ihre Kollegen davon zu überzeugen, dass DIES auf einer Wanderung notwendig ist.
Ich wage zu behaupten, dass dies nicht der Fall ist. Dieses Jahr habe ich 15 Wanderungen gemacht und bin die ganze Zeit über mit einem gewöhnlichen Schweizer Klappmesser gut zurechtgekommen. Es ist klein, leicht, immer griffbereit (in der Tasche) und man braucht zum Tragen keinen Gürtel (Gürtel reiben den Rücken unter dem Rucksack).
Und was am wichtigsten ist: Die Polizei hat kein Interesse an so kleinen Messern. Ein Tourist ist für sie immer ein Leckerbissen. Jeder kennt unsere Angewohnheit, riesige Touristenmesser bei uns zu haben. Ich selbst wurde im Sommer dreimal am Bahnhof angehalten. Nach Prüfung der Unterlagen ging es zunächst um das Messer. Ich zeigte mein Taschenmesser und ging weiter. Jedes größere Schneid- und Stichinstrument, auch mit Genehmigung, wäre die Grundlage für ein längeres Gespräch.
Kurz gesagt, liebe Mittouristen: Geben Sie nicht an – kaufen Sie kleine Klappmesser.