Wasserfälle Islands
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Island ist ein Land aus Wasser und Feuer: Es gibt hier über zehntausend Wasserfälle, von Riesen an Gletscherflüssen bis zu stillen Rinnsalen, die direkt aus einem Lavafeld sickern. Wir haben die berühmtesten zusammengestellt - vom gewaltigsten Europas, Dettifoss, bis zum märchenhaften Seljalandsfoss, hinter den man treten kann. Unten Karte, Tabelle mit Höhen, Flüssen und Besonderheiten sowie Antworten auf häufige Fragen: wann hin, wie trocken bleiben, wo am wenigsten Menschen.
Die berühmtesten Wasserfälle Islands
| Wasserfall | Höhe, m | Fluss | Region | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Dynjandi | 100 | Dynjandisá | Westfjorde | terrassiert, schleierartig |
| Seljalandsfoss | 60 | Seljalandsá | Süden | hinter den Fall begehbar |
| Skógafoss | 60 | Skógá | Süden | 25 m breit, oft Regenbögen |
| Dettifoss | 44 | Jökulsá á Fjöllum | Norden | gewaltigster Europas, ~193 m³/s |
| Gullfoss | 32 | Hvítá | Südwesten | zweistufig, bis ~140 m³/s im Sommer |
| Svartifoss | 20 | — | Süden | Basaltsäulen |
| Goðafoss | 12 | Skjálfandafljót | Norden | „Wasserfall der Götter“, ~1000 |
| Hraunfossar | — | Hvítá | Westen | sickert aus Lava, ~900 m breit |
Die vollständige Liste im Wikipedia-Artikel „List of waterfalls of Iceland“.
Orte8
Häufige Fragen5
Welches ist der höchste Wasserfall Islands?
Der höchste ist nicht der berühmteste. Der Rekordhalter Morsárfoss (~228 m) tauchte erst um 2011 auf, als ein Gletscher zurückwich, und ist schwer erreichbar. Lange galt Glymur (198 m) bei Reykjavík als höchster, während Háifoss (122 m) unter den spektakulären und zugänglichen heraussticht. Von den berühmten unserer Auswahl ist Dynjandi (100 m) der höchste. „Höchster“ und „berühmtester“ sind in Island also ganz verschiedene Listen.
Wann besucht man die Wasserfälle am besten?
Im Sommer (Juni-August) führen sie am meisten Wasser, und der Polartag gibt fast rund um die Uhr Licht - praktisch, um früh oder spät den Menschenmengen zu entgehen. Im Frühjahr bringt die Schmelze das meiste Wasser. Im Winter vereisen manche Wege und Treppen (die Skógafoss-Treppe, der Aufstieg zum Svartifoss), doch eisgebundene Fälle und Nordlichter darüber sind ein eigenes Schauspiel für Vorsichtige.
Werde ich nass, und was soll ich anziehen?
Ja - an den großen (Skógafoss, Seljalandsfoss, Dettifoss) trägt die Sprühwolke zig Meter weit, eine wasserdichte Jacke ist Pflicht, und schützt die Kamera. Der Pfad HINTER dem Seljalandsfoss ist rutschig und völlig durchnässt - haltet euch am Geländer und tragt rutschfeste Schuhe. Bei Wind weht die Gischt „in die falsche Richtung“, ein Regenschirm ist hier nutzlos.
Was kosten Eintritt und Parken?
Die Wasserfälle selbst sind kostenlos - sie liegen in Schutzgebieten. Doch an einigen der meistbesuchten (Seljalandsfoss, Skógafoss) ist das Parken kostenpflichtig - ein paar hundert Kronen (ISK), meist per App oder Automat. An Gullfoss und den übrigen Zielen des Golden Circle ist das Parken frei. Bargeld ist nicht nötig: Karten werden fast überall akzeptiert.
Welcher Wasserfall ist der gewaltigste?
Nach Wassermenge ist es Dettifoss am Gletscherfluss Jökulsá á Fjöllum: etwa 193 m³/s im Mittel, der zweitgewaltigste Wasserfall Europas. Auch Gullfoss beeindruckt im Sommer (bis ~140 m³/s, bei einem historischen Hochwasser bis 2000 m³/s). Die meisten anderen isländischen Wasserfälle haben keine offizielle Abflusszahl: mal von Gletschern, mal von Regen gespeist, schwankt ihr Fluss stark je nach Saison.