Der Vulkan Popocatépetl ist aktiver geworden: Warum die mexikanische Hauptstadt vor Asche gewarnt wurde
Die Messstationen Centro Nacional de Prevención de Desastres (Cenapred) und Universidad Nacional Autónoma de México verzeichneten einen Aktivitätsanstieg des Vulkans Popocatépetl. Innerhalb von 24 Stunden registrierten die Stationen 85 schwache Emissionen von Wasserdampf und vulkanischen Gasen, 139 Minuten lang anhaltende Erschütterungen sowie ein vulkanisch-tektonisches Erdbeben der Stärke 1,8.
Die Emissionswolke zog nach Westen und Nordwesten. Protección Civil warnte vor möglichen vulkanischen Ascheablagerungen in fünf Bezirken der Hauptstadt – Iztapalapa, Milpa Alta, Tláhuac, Tlalpan und Xochimilco. Experten zufolge könnte die Wolke auch die Bundesstaaten Puebla, Mexiko-Stadt, Morelos, Guerrero und Oaxaca betreffen.
Die vulkanische Gefahrenstufe bleibt auf „Gelb-2“. Rettungskräfte warnen dringend davor, sich dem Krater näher als 12 Kilometer zu nähern, da die Gefahr umherfliegender heißer Trümmer besteht. Außerdem sollten sie bei möglichen Regenfällen Schluchten meiden, da Schlammlawinen drohen.
Kontext
Der Popocatépetl ist in der mexikanischen Kultur eng mit dem nahegelegenen Gipfel Ixtaccihuatl verbunden. Einer lokalen Legende zufolge, die vom Nationalen Institut für Anthropologie und Geschichte aufgezeichnet wurde, verkörpern diese Berge einen Krieger und eine Prinzessin: Das Profil des Ixtaccihuatl ähnelt einer schlafenden Frau, und die rauchige Wolke des Popocatépetl symbolisiert die Fackel, mit der der verliebte Krieger unaufhörlich den Frieden seiner Geliebten bewacht.