Spezialausrüstung unter einer acht Meter dicken Schlammschicht: So suchten Rettungskräfte in Nepal nach den Vermissten.
Die Regierung (Nepal) lehnte die ersten beiden Angebote (Malaysia) zur Entsendung von 50 bzw. 25 Rettungskräften zur Beseitigung der Folgen der Schlammlawinen ab, da sie über ausreichend eigene Kräfte verfügte und Teams von (China) und (South Korea) hinzuzog. Nach diplomatischen Verhandlungen stimmte die nepalesische Seite jedoch der Ankunft von elf Spezialisten der malaysischen Gruppe (SMART) zu, die über Spezialausrüstung zur Suche unter den Trümmern verfügten.
Rettungskräfte wurden per Hubschrauber von der taktischen Basis in Trishuli in das Gebiet zwischen den Siedlungen Timure und Syabrubesi geflogen, das aufgrund zerstörter Infrastruktur auf dem Landweg unzugänglich war. Wegen der Bewölkung und des starken Regens wurden die Spezialisten an Berghängen abgesetzt und legten von dort aus über eine Stunde Fußmarsch zum Einsatzort zurück, wobei sie der ständigen Gefahr von Erdrutschen ausgesetzt waren.
Drei Tage lang durchkämmte das Team mit neun leistungsstarken Drohnen und hochempfindlichen akustischen Sensoren das Katastrophengebiet, um den letzten bekannten Aufenthaltsort der vermissten Malaysier zu finden. Da keine Überlebenden gefunden wurden, übergab die Gruppe anschließend das Videomaterial an die Familien und einen Teil der Ausrüstung an das nepalesische Militär für weitere Suchaktionen.
Kontext
Die Schlammlawinen hatten die Landschaft im Katastrophengebiet so stark verändert, dass herkömmliche Karten für die Rettungskräfte nutzlos waren. Die Schicht aus Gestein, Sand und Schlamm war zwischen drei und acht Meter dick, und einige Gebäude waren vollständig unter der Erde begraben, obwohl ihre Bausubstanz intakt war.