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Grand Canyon: Pfad trotz Warnungen geöffnet

· USA · Sicherheit & Naturgefahren

Was geschah. Monate vor der tödlichen Sturzflut vom 29. August 2026 drängten mehrere aktuelle und frühere Mitarbeiter des Nationalparkdienstes nach eigenen Angaben darauf, den durch Feuer beschädigten Pfad North Kaibab nicht zu öffnen. Nach dem Waldbrand Dragon Bravo 2025 verläuft der obere Abschnitt über einen verbrannten Hang: labiler Boden, Steinschlag, Muren und scharfer Abfluss bei Gewitter. Der Pfadverantwortliche des Parks, Adam Gibson, bewertete das Risiko schon im Frühjahr als erhöht «für mehrere Jahre» und empfahl laut lokalen Medien, die Strecke die ganze Saison 2026 geschlossen zu halten.

Was entschieden wurde. Der Pfad wurde trotzdem im Frühjahr geöffnet, der nördliche Canyonrand vor der Hauptsaison. Mitarbeiter, die Washington Post und KJZZ zitieren, sagen, politische und wirtschaftliche Logik habe gesiegt: Druck aus Washington (eine Prüfung auf Ebene des US-Innenministeriums) und überparteiliche Unterstützung der Abgeordneten Arizonas, um Touristen und Querungen von Rand zu Rand zurückzubringen. Die offizielle Haltung des Ministeriums ist eine andere: Die Strecke sei nach Gutachten und Reparaturen geöffnet worden, «so sicher, wie es vernünftigerweise möglich ist».

Wie es ausging. Am 29. August riss die Welle Brücken über den Bright Angel Creek weg und schloss Phantom Ranch sowie den gesamten North Kaibab. Ein Wiederöffnungstermin fehlt. Einzelheiten zu Flut und Evakuierung stehen in unserem früheren Bericht.

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