Krimlegende – Warum das Schwarze Meer turbulent ist

Krimlegende – Warum das Schwarze Meer turbulent ist

Es ist lange her... Der Held aus dem Märchen lebte auf der Welt, er hatte eine unvergleichliche Kraft und einen ungesehenen Mut. Und er hatte einen erstaunlichen Arm – es war ein Märchenpfeil. Es besaß die magische Eigenschaft. An der Stelle, wo es floss, brannte die Luft, das Wasser begann zu kochen, der Boden schmolz und alles Lebendige starb. Es war ein schrecklicher Arm! Zum Glück war es in zuverlässigen Händen. Bogatyr war ein vernünftiger und gerechter Mann, er nahm den feurigen Pfeil nicht ohne Grund. Er griff die anderen Länder nicht an und die Feinde hatten Angst, sein Heimatland anzugreifen.

Bogatyr lebte viele Jahre, aber die Zeit zum Sterben kam. Und Bogatyr dachte nach: An wen sollte er den Pfeil weitergeben? An Söhne-Erben? Es war unmöglich. Obwohl sie ehrliche und mutige Krieger waren, waren sie zu jung und heiß. Sie würden der Versuchung nicht widerstehen, es mit Waffengewalt zu versuchen, und der Bruderkrieg würde ausbrechen.

Und Bogatyr beschloss, den magischen Pfeil so zu verstecken, dass ihn im Laufe der Jahrtausende niemand hätte finden können. Und erst wenn die Menschen endlich müde wurden zu kämpfen und endlich lernten, sich um die Welt zu kümmern und sie zu schätzen, dann würden sie diesen Pfeil finden, um seine magische Kraft in der friedlichen Arbeit zu nutzen.

Bogatyr rief seine Söhne und sagte ihnen:

- Meine Söhne, ich habe sehr wenig Zeit zum Leben auf der Welt. Hören Sie auf meinen letzten Willen: Nehmen Sie den goldenen Pfeil, Sie haben bereits von seiner schrecklichen Macht gehört, und werfen Sie ihn mitten in das Schwarze Meer, das tiefste Meer der Welt.

Sie gingen eine Weile oder für kurze Zeit, und plötzlich erschienen die blauen Berge vor ihnen. Ihre hohen Gipfel stützten den blauen und klaren Himmel wie aus Kristall. Die Brüder kletterten die blauen Berge hinauf und das magische Bild öffnete sich vor ihren Augen: weit unten erstreckte sich ein riesiges, grenzenloses Meer. Es schlief und war dennoch vom rosafarbenen Morgendunst umhüllt. Der rote Ball der aufgehenden Sonne spiegelte sich in seinem stillen Wasser.

Es war das Schwarze Meer.

Und plötzlich tat es den Brüdern leid, sich von dem kostbaren Pfeil trennen zu müssen, und sie wurden von ehrgeizigen Träumen erfasst. Die Brüder einigten sich darauf, den Pfeil in den Bergen zu verstecken und dem Vater zu sagen, dass sie seinen Willen erfüllt hätten, wenn er bei ihrer Rückkehr noch am Leben sei.

Ihre Überraschung war groß, als sie nach Hause kamen, als sie erfuhren, dass der Vater ihren Plan irgendwie entdeckt hatte. Der Vater ging empört auf seine Söhne los und beschuldigte sie des elterlichen Ungehorsams.

„Meinen Segen wirst du nicht bekommen“, sagte er, „bis der majestätische Pfeil das Schwarze Meer auf den Grund legt.“

Nachdem die Söhne sichergestellt hatten, dass sie den magischen Arm nicht behalten konnten, gingen sie erneut an die Küste des fernen Meeres und erfüllten den Befehl ihres Vaters.

Der Feuerpfeil fiel in den Meeresgrund. Das Meer hat sich vor Wut verdunkelt, es kochte, sein stilles Wasser stieg in Wellen auf.

Denn das Schwarze Meer kann sich nicht beruhigen. Von Zeit zu Zeit brodelt es, brodelt, erhebt seine riesigen Wellen und versucht vergeblich, den sterblichen Arm aus seinen Eingeweiden zu werfen.

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