Melek-Chesmensky- und Zaren-Grabhügel in Kertsch

Melek-Chesmensky- und Zaren-Grabhügel in Kertsch

Vom Berg Mitridat in Kertsch aus sind zwei graue Hügel zu sehen. Dies sind die berühmten Grabhügel von Melek-Chesmensky und Zar. In ihnen befinden sich steinerne Grabgewölbe – stumme Zeugen des vergangenen Ruhms von Pantikapey. Beide Denkmäler wurden vermutlich in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. erbaut.

Der Grabhügel von Melek-Chesmensky ist ein ziemlich massives Bauwerk: Sein Durchmesser beträgt 60 Meter und seine Höhe 8 Meter. Der Raum des Grabgewölbes erstreckt sich in der Höhe vom Eingang bis zur Mitte der Kammer, was dem Bau den Eindruck von Bedeutung verleiht. Der Korridor (dromos) und die Gewölbekammer selbst (tsella) werden nicht durch den Eingang getrennt, sondern bilden ein Ganzes. Deshalb gilt dieses Denkmal als originell und eigenartig.

Bei der Ausgrabung des Zarengrabhügels wurde in der Grabkammer kein einziges Grab entdeckt: Es wurde bereits in der Antike geplündert. Der imposanten Größe nach zu urteilen, wurde dort jedoch vermutlich ein Mitglied der Spartokiden-Dynastie begraben – die Dynastie der Bosporus-Zaren. Er ist viel größer als der Melek-Chesmensky-Grabhügel: seine Höhe beträgt 17 Meter, sein Durchmesser beträgt 80 Meter.

Die wundervollen Grabhügelgräber von Pantikapey sind Denkmäler von Weltrang. Ihre strengen und raffinierten Proportionen zeugen vom herausragenden Können der erstklassigen Bosporus-Handwerksmeister.

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